#1

Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 23.04.2011 23:29
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

Huhu^^

Mein Fell im Moment ist ein recht dünnes Fell. Es klingt recht hoch und klar aber auch ein wenig matt. ich finde es klingt nicht ganz so "voll" wie ein dickeres Fell. Allerdings finde ich die Slaps leichter zu spielen. Früher fand ich das wichtig, mittlerweile ists mir egal. Aber vllt ist das für Anfänger interessant die Probleme haben mit dem Slap.

Welche anderen Vorteile/Nachteile seht ihr bei welcher Fellstärke und was spielt ihr am liebsten?

LG
Fiacha

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#2

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 24.04.2011 09:14
von BigAl (gelöscht)
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Also bei Anfänger auf dünnen Fell seh ich das Problem, dass es eventuell zerreißen kann. Ich hab das in meiner Zeit in der Trommelschule des öfteren gesehn, dass sowas passiert, weil entweder mit zuviel Gewalt gespielt wurde (Männer) oder nicht aller Schmuck abgelegt (Frauen) wurde...Klar sind das Ausnahmen, aber ich denk ein Anfänger ist mit ner etwas robusteren/dickeren Haut besser bedient.

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#3

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 25.04.2011 21:38
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

hallo!
ich sehe das genau anders rum. mit ringen oder armbanduhr auf$´s trommelfell - das gehört sich nicht, egal wie dick oder dünn dass fell ist.
dünnere felle haben eindeutig den vorteil, dass gerade ungeübten djembé spielern die finger nicht so weh tun und die unterscheidung der sounds einfacher ist. ist die technik und die kraft vorhanden dürfen die felle ruhig etwas dicker werden. wer eines tages eine knackige solodjembé spielen will, wird ohnehin nicht an einem dicken fell vorbei kommen

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#4

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 20.12.2011 13:15
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

Da ich nun mal einfach auf dickere Felle stehe, bin ich am überlegen, ob ich demnächst mal ein Kalbfell aufziehen soll. Hat jemand diesbezüglich Erfahrung? Was mich dabei am meisten interessiert - wie kommt ein Kalbfell auf der Djembé mit offenen Slaps klar? Bei einer Bougarabu mit Kuhfell kommt man damit ja Beispielsweise nicht allzu weit. Mein Wunsch wären eben tiefe, congaähnliche opens und trotzdem knackige hohe Slaps.

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#5

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 21.12.2011 08:10
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo!

Ich habe etliche Djemben mit Rinderfell überzogen, nun, Slaps, die knacken, sind damit nicht möglich, doch glockenähnliche warme Töne gehen wohl.
Anders ist es, wenn du Kalbspergament aufziehst. Das ist dünn wie Ziegenfell und knallt ganz schön, aber die congaähnlichen Töne wirst du damit wieder nicht erreichen und billig ist es obendrein nicht.
Habe 71 Euro gezahlt in einem gut sortierten Musikladen für ein dünnes Rinderpergament..., nie wieder!

Grüße Raphael

zuletzt bearbeitet 21.12.2011 08:10 | nach oben springen

#6

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 21.12.2011 09:09
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

mh... dann wird es wohl wieder Ziege werden

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#7

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 22.12.2011 10:10
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Bangaly!

Es ist seltsam, man kann nie wirklich vorhersagen, wie eine Djembe mit einem neuen Fell klingen wird, ich sammle aber Erfahrungen.
Ich möchte aber Folgendes mitteilen:

Eine meiner ersten Djemben, die ich als Rohling im Netz gekauft und dann weiterverarbeitet habe, ist eine 62/30 cm Palisander -Trommel aus Guinea. War vor Jahren bei Djembe-Art noch günstig zu bekommen.
Die hatte ich ursprünglich mit einem Bocksfell bespannt, das Gott sei Dank nicht gestunken hat, es ist sehr dick, doch der Klang hat mir nicht richtig gefallen. Er war mir zu trocken, jetzt, mit einem mitteldicken Fell, klingt es für meine Ohren besser, icht mehr ganz so trocken.

Auf meiner Lenke-Guinea-Djembe habe ich ebenfalls ein mittleres Fell aufgezogen, die klingt aber weit obertonreicher als das vergleichbare Fell auf der Palisander-Djembe.
Wird wohl vom Holz abhängen.
Ein Trommel-Lehrer, den ich kenne, schwört bei seinen veredelten Bushmango-Djemben aus Gambia auf dünne Felle für das harte Holz.
Die Spielbarkeit sei besser, meint er, der Klang modulierbarer.

Wenn du nicht selbst rasieren willst, besorge dir rasiertes Ziegenfell aus dem Netz, es gibt genug seriöse Anbieter.

Grüße Raphael

zuletzt bearbeitet 22.12.2011 10:11 | nach oben springen

#8

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 22.12.2011 10:40
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

Hallo Raphael!

Also, ich habe mir mal von meinem früheren Lehrer aus Guinea erklären lassen, dass es sehr wichtig ist, dass das Fell eine gleichmäßige Dicke hat. Es sei besser, ein etwas dünneres, gleichmäßigeres Fell aufzuziehen, als eines, das in der Mitte (Rückrat) sehr dick ist und zum Rand dünner wird.
Ich denke aber, dass sehr dünne Felle eher zu Obertönen neigen, wärend etwas dickere kurz und knackig klingen. Fell, Holz und Trommelgröße müssen halt auch zusammen passen.
Ich habe noch eine alte, kleine Djembé zuhause, auf die ich die Tage mal ein relativ dünnes Congafell (Wasserbüffel?) drauf ziehen werde... mache vorher noch meinen Spannhebel fertig, dann geht es los. Kann ja mal kurz berichten, wie das Ergebnis wird.
Mit dem Rasieren hatte ich bisher nie Probleme und ich habe auch noch nen Stapel Felle zuhause ;o)
liebe Grüße
Bangaly

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#9

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 04.01.2012 00:48
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

Also.... das Büffelfell ist drauf und ich muss sagen, ich bin schwer begeistert
Kein Typischer Djembésound und nix für das klassische Esemble - aber ne schöne Trommel mit reichlich Bass, druckvollen Opens und recht obertonreichen Slaps.
Interessant ist, dass sie sich auch mit Conga- oder Kpanlogotechnik spielen lässt und auch Muffles, trockene Slaps oder Paddels sehr prägnant kommen.
Ich spiele sie gerade im Set mit Quinto und Conga, kann mir aber auch gut vorstellen, dass sie als Zweittrommel für Kpanlogo oder Bougarabou zum Einsatz kommt, oder einfach zuhause beim nachbarnschonenden Djembétraining.

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#10

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 04.01.2012 10:51
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo!

Super! Ich mag den Sound von Djemben mit Rinderfell!
Welche Schnürung hast du verwendet?
Mir reicht mittlerweile gute 5 mm Polyesterschnur, früher dachte ich, es müssen unbedingt 6 mm sein bei Rinderfell, aber das ist nicht nötig.

Grüße Raphael

zuletzt bearbeitet 04.01.2012 10:52 | nach oben springen

#11

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 04.01.2012 11:10
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

hallo,

ich habe 6mm verwendet, aber einfach deshalb, weil ich die schnur noch rum liegen hatte.
5mm ist meines erachtens ideal - man kann noch gut mit bloßen händen spannen, ohne dass es zu schlimm an den Fingern weh tut und bei dickerer schnur hat man den nachteil, dass sie bei der 180° kurve an den spannringen nicht so gut durchrutscht.
schön ist die bespannung nicht geworden, da das fell sehr knapp war - habe gerade mal umlaufend ca. 5mm abgeschnitten und mit stahlringen die nur Ø5mm haben werde ich auch nicht mehr anfangen, bei rind oder büffel - die hat es völlig verbogen

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#12

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 04.01.2012 15:55
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo!

Bei dickem Rinderfell, das noch dazu knapp ist, begnüge ich mich nicht wie beim Ziegenfell mit dem Ziehen von Hand und Rundholz, da muss ich auch den Spannhebel ansetzen, um ordentlich zur Sache zu gehen.
Ich nehme an, das hast du auch getan.
5 mm sind wirklich wenig, ich verwende 6 mm Baustahl für die Ringe.
Das neigt sich zwar auch zum Verbiegen, aber nicht so sehr.
Mittlerweile habe ich jedes Mal schöne Ergebnisse beim Bespannen und wenn die Ringe zu schief geraten sollten, knüpfe ich sofort auf und korrigiere nach.
Aber mir sind dafür beim Fell-Aufziehen schon dreimal Spannringe gerissen, zweimal unten, einmal oben.
Ich bin im Schweißen besser geworden, aber noch nicht so gut, wie ich es mir wünsche.

Grüße Raphael

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#13

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.01.2012 08:58
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

Hallo,
Ich habe hierbei mal das Spannhebel ausprobiert. Bei der ersten Version ist die Bodenplatte durch gebrochen - die zweite scheint stabil genug zu sein, so richtig zufrieden bin ich aber noch nicht.
Beim Nachziehen waren die Ringe auch noch halbwegs gerade - erst beim Trocknen wurde es so richtig schief.
Ein Spannring ist mir auch mal gerissen - sollte man als Übung sehen

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#14

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.01.2012 15:52
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo!

Deine Idee ist vielversprechend, scheint aber in der Praxis noch nicht ganz ausgereift, wo siehst du noch Potential in der Konstruktion?
Dass beim Spannen Riesenkräfte walten, siehst man an der zerbrochenen Bodenplatte.
Seltsam, dass erst beim Trocknen die Schieflage entstanden ist!

Wie auch immer, ich musste meinen Spannhebel zweimal schweißen, das erste Mal passte ein Winkel nicht.
Alles im Leben ist Übung.

Ein Universalwerkzeug zum Djembe-Spannen wurde einmal bei Ebay vorgestellt.
Eine interessante Apparatur!

Zum Thema dickes oder dünnes Fell: Ich mag beide, je nach Stimmung.

Grüße Raphael

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#15

RE: Das Fell: Vorteile/Nachteile dünneres/dickeres Fell

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.01.2012 16:11
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

mache mal hier weiter -> Spannhebel sonst wird es offtopic

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