#1

Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 04.07.2013 19:17
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

So, es geht los ;-)

Vorhin habe ich endlich mein Seil bekommen und ich bin direkt dran gegangen, die Ziege zu baden (mit mildem Shampoo) und nun in klarem Wasser einweichen zu lassen.
Gegen den Auftrieb liegt ein Stein auf dem Fell. Leider habe ich keine Regentonne, also muss es Leitungswasser und mein Wäscheeimer tun ;-)

Ich war so euphorisch, dass ich gar nicht nachgedacht habe - ich muss das Fell 4-6 Stunden einweichen lassen. Super. Also bis ungefähr Mitternacht. Dann ist es aber noch nicht abgetropft (ja, wie "trocken" darfs denn werden, bis es tatsächlich auf den Korpus kommt?)

Weil das ein wenig spät ist frage ich mich, ob es auch bis morgen gegen 15/16 Uhr im Wasser bleiben darf? Oder leidet es da zu sehr und geht mir kaputt?

Ich habe keinen Spannhebel, und eigentlich nicht vor, einen zu kaufen. Gibt es a Alternativen? Also Alternativen die ich nicht erst kaufen muss? Gripzange ist vorhanden.

Danke euch und viele Grüße!
Fiacha

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#2

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 04.07.2013 20:02
von pdoch • 82 Beiträge | 975 Punkte

Hallo Fiacha!

Als ich das allererste mal bei einer Fellmontage dabei war, lag es vorher 24 Sunden im Wasser.
Bei meinem ersten eigene Fellwechsel hatte ich das Fell auch 24 Stunden ins Wasser gelegt.
In der letzten Zeit habe ich gelernt (abgeschaut), dass ein Fell auch nach 2-3 Stunden montiert werden kann.
Als guten Mittelwert für Ziegenfelle hat sich nun 4 Stunden eingesetellt.
Schwere (dicke) Kuhfelle müssen nach wie vor 24 Stunden ins Wasser.

Ein Spannen ohne Hilfsmittel kann ich mir mitlerweile garnicht mehr vorstellen.
Ich habe deshalb Spannhebel und eine feste Spannvorrichtung gebaut.
Damit gibt es keine wunden Hände und Muskelkater mehr, dafür eine super Fellspannung ;-))
Da fällt mir ein, gegen die wunden Hände benutze ich feste Fahrradhandschuhe (ohne Fingerspitzen)

Viel Spass und guten Erfolg beim montieren
Peter

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#3

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 01:02
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

Hilfeee!

Ok das Fell ist drauf. Aber der Obere Ring sitzt bombenfest. Ich kriege den nur mm weise ... nein nicht mal mm weise tiefer. Nach wiel gedrücke und gezerre habe ich ihn jetzt plan mit der Schlagkante, unglücklicherweise auf einer Seite schon so 3-4mm tiefer, auf der anderen Seite komplett plan.

Isthandfest angezogen. Also HandFEST, meine Hände sind jetzt ganz schön mitgenommen und die letzte Runde habe ich nochmal mit einer Zange an den Schnüren gezogen.

Kann ich davon ausgehen, dass beim weiteren Spannen später die Ringe noch tiefer kommen? Oder habe ich ein Problem und muss nochmal von vorne anfangen?

Darf ich morgen zur Unterstützung vorsichtig mit dem Hammer auf den Ring klopfen? Besonders auf der Seite, die jetzt noch höher ist?

Ich habe 2-3 Falten unter den Ringen die ich beim besten Willen nicht raus bekomme. Ist es okay wenn ich die drin lasse?

LG
Fiacha

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#4

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 07:05
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Fiacha!

Das klingt leider nicht so gut: 3-4 mm unter der Schlagkante bzw. plan damit.
Sicher wird sich das Fell bei der Erstspannung noch ca. 5 - 7 mm dehnen, aber für die Finger ist das sehr knapp.
Wenn du den Fellüberhang nicht abgeschnitten hast, sind aber jederzeit Nachkorrekturen auch im Großen möglich.

Bevor du das allerdings tust (wieder von vorn anfangen), würde ich mit einem schweren Gummihammer immer wieder rundum auf den Ring klopfen (vor allem dort, wo es plan ist und mit einem längeren Holz (loser Hammerstiel o.ä.) kräftig an jeder rechten vertikalen Schnur ziehen. Nudle das Holz irgendwie unter die Schnur, ausgehend vom Anfang und dann stemme dich dagegen. Aber nicht gleich mit voller Kraft, sonst wird das Ergebnis einseitig. Mehrmals rundum dosiert mit einem Rundholz ziehen, dabei nach rechts vorgehen. Am Anfang ist die Schnur kurz, sie wird aber immer länger, sodass du sie mehrmals ums Holz wickeln musst.

Ich bin sicher, dass du so noch locker einen cm rundum gewinnen kannst, jetzt ginge das noch, das Fell ist noch feucht und gibt nach.
Dann nach einer Woche Trocknung spannen und mit den weiteren 5 mm kämest du auf ca. 15 rundum, was ich schon als sicher und optisch ansprechend ansehe.
Die Falten stören nicht weiter.

Hast du keinen Gummihammer, dann mit dem Hammer und einem Holzklotz als Unterlage klopfen und nicht vorsichtig, sondern kräftig!
Ich bin sicher, du schaffst das!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

zuletzt bearbeitet 05.07.2013 07:10 | nach oben springen

#5

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 12:33
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

Danke Raphael!

Hmm ich glaube, ich werde trotz dem guten Tipp nachher die Schnüre nochmal lockern und das Fell (nach nochmal kurzem Wasserbad) nochmal neu drauf legen.

Mit dem laaangen Fell muss die Schlagkante tiefer als 1,5 cm, sonst haut man die ganze Zeit auf Fellpuscheln rum. (Ich will das überhängende Fell nicht abschneiden sondern runterhängen lassen)
Also schau ich, dass die Kante so 3-4 cm tiefer kommt. Außerdem muss ich wohl den Bereich der Ringe vom langen Fell befreien (stutzen) denn das braucht total viel Volumen, das der Ring wohl nicht wirklich erlauben kann.

Es ist zwar schade wegen der Spannarbeit (Hände=aua) aber der Großteil der Arbeit mit dem Seil einfädeln etc ist ja schon gemacht, da geht das jetzt schneller. Ich habe einfach total unterschätzt, wie wenig sich die Ringe da noch bewegen lassen, wenn sie erst mal angebracht sind.

LG
Fiacha

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#6

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 14:53
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo!

Mit einem dichten langhaarigen Fell zu arbeiten ist viel schwerer, als mit einem glattrasierten, denn die Reibung ist viel größer.
Ich würde an deiner Stelle nichts runter, ich würde die Schnürung etwas lockern und kräftig Wasser aufs Fell sprühen, pff... pff... pf..., vorsichtig auch seitlich, danach ein nasses Tuch aufs Fell legen, eine Stunde warten und dann mit einem Holz rundum vorsichtig dosiert, dann immer kräftiger, ziehen.
Man zieht dort etwas mehr, wo Ungleichheit ist und achtet dabei auch auf den unteren Ring, dessen extreme Schiefstellung nicht schön ausschaut. Wenn man gleich am Anfang zu kräftig zieht, sind Schiefstellungen wahrscheinlich.
Du ersparst dir mit diese Methode viel Arbeit, bei mir hat sie mehrmals schon funktioniert, man bekommt damit das Fell schön in Form.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

zuletzt bearbeitet 05.07.2013 15:01 | nach oben springen

#7

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 16:01
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

Danke, das werde ich jetzt mal versuchen. Wenn das nicht klappt kann ichs ja immer noch ganz neu machen.

Ich hab jetzt auch ein neues Hobby gefunden XD Ziegenfell rasieren. Ich hatte da richtig Angst, dass das nicht hin haut. Aber wow, ja Eigenlob stinkt, aber ich bin wohl ein Naturtalent wenns drum geht, Ziegenfell zu rasieren- und Spaß machts auch noch!

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#8

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 18:44
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo!

Gratulation! Wie hast du das Fell rasiert? Zunächst mit der Maschine, dann mit der Rasierklinge?

Grüße Raphael

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#9

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 19:00
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

Danke ;-)

Nein, nur mit der Rasierklinge. Der Herr des Hauses wollte seine Maschine nicht für die Ziege hergeben ;-)

Aber das ging ganz gut. Ich habe die langen Fransen erst mit der Rasierklinge auf "Normallänge" gekürzt, und dann mit der Klinge rasiert.

Aber ich bin auf ein PROBLEM gestoßen: Die Ziege hatte auf der Spielfläche zwei Spreisel. Ich dachte erst, es wären eingewachsene Haare, aber es waren Dornen oder Holzstückchen. Ich habe sie vorsichtig entfernt.
Daher sind da jetzt zwei Vertiefungen in der Haut. Wie soll ich mit den Verletzungen verfahren? Wenn das Fell trocken ist, Sekundenkleber rein träufeln? Es ist ein recht dickes Fell, aber ich denke mal diese Stellen sind signifikant dünner- und ich habe durchaus vor, das Fell ordentlich zu spannen!

Gleich mach ich mal Fotos. vom "fertigen" Fell (naja fertig im Sinne: muss jetzt trocknen) und von den Fehlerstellen auf der Spielfläche.

Das mit dem Klopfen hat übrigens sehr gut funktioniert :-) Da der Korpus ja nach unten hin etwas schmaler wird, musste der Ring auch nur über die dicke Stelle gehämmert werden, danach war das Ausrichten recht einfach zu machen.

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#10

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 05.07.2013 19:41
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

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Ja da war ich noch beim rasieren ;-) Diese Stellen sind vllt 1-2mm groß allerhöchstens. Aber wie tief es geht kann ich nicht sagen. Das war dooferweise auch direkt oben auf dem Rücken, wo das Fell so super lang war. Da hat man das nicht erkennen können.

[img][/img]



Es ist alles noch nass, nach dem Trocknen wird natürlich gekämmt ;-)

zuletzt bearbeitet 05.07.2013 19:44 | nach oben springen

#11

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 06.07.2013 07:36
von sabineoh • 277 Beiträge | 2855 Punkte

Guten Morgen,

wow - die sieht ja guuut aus !!!!!! Großes Kompliment !!!!

Ich bringe dann meine Trommeln zum Rasieren künftig zu dir. Mir macht das nämlich keinen Spass ;-)

Bin gespannt, wie sie klingen wird.

Liebe Grüße
Sabine

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#12

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 06.07.2013 08:34
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

Danke! :-)

Oh ja, bitte mach das *g* ich freu mich jetzt schon aufs nächste Fell!
Das Schrubben vorher allerdings ist eher nervig. Zwischendurch hatte ich auch die Sorge, dass ich das nicht hinkriege, oder dass es mir den Ring sprengt, denn der hat sich zuerst trotz Überzeugungsarbeit mit dem Hammer nicht einen mm weiter bewegt. Ich schätze mal mit den ganzen Haaren hätte er auch gut ein wenig größer sein dürfen. (Und ich habe mir Sorgen gemacht, dass das wegen der dickernen Haut nicht passt...... da waren die Haare gar nicht auf meinem Schirm!)

Wie sie klingt - ja da bin ich auch mal gespannt! Ich hoffe, es macht nicht direkt "ratsch" wegen den beiden blöden Verletzungen, aber ich bin noch optimistisch!

LG

Fiacha

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#13

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 06.07.2013 09:48
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Fiacha!

Ich gratuliere, voller Erfolg! Das Ergebnis kann sich sehen lassen, vor allem macht es anderen Mut, die sich noch nicht ans Neubespannen getraut haben.

Aus meiner Erfahrung: Es gibt fast nichts, was bei dem Vorgang nicht schiefgehen könnte, angefangen von gerissenen Ringen (wenn einer an der Schweißnaht reißt, hört man das auch..), über verzählte Knotenringe (Wie koordiniert man 27 zu 28 Knoten auf die Schnelle?) bis hin zu schlimmen optischen Fehlern (Schiefstellungen, verrutschte Knoten) ...

Zu deinen "Fehlern" im Fell:

Die Ziege hat halt auch was erlebt in ihrem kurzen Dasein.
Nachdem du das Fell schon rasiert hast, schadet es nichts, mit einem 320-er Schleifpapier drüberzugehen, und zwar zunächst nur über die beiden Stellen und deren unmittelbare Umgebung. Du schaffst dir mit einer Holz- oder Kunststoffspachtel kleine Häufchen vom Abrieb. Mit denen füllst du die Vertiefungen zunächst trocken, achte darauf, dass du noch von dem Füllstoff nachlegen kannst.

Nun träufelst du etwas Superkleber in die Stellen ein ( am besten bei Frischluft!), du kannst zuschauen, wie der einzieht und sich sofort mit dem Material verbindet, streue jetzt etwas Pulver nach. Bildet die Stelle einen leichten Buckel, umso besser!

Nach kürzester Zeit lassen sich die Stellen herrlich mit dem 320er Papier glätten, mit etwas Geduld bekommt man perfekte Oberflächen, die jeder Reißprobe standhalten. An diesen Stellen wird das Fell sicher nicht entzwei gehen, denn schon zu Lebzeiten hat die Haut diese Stellen kräftig umhüllt und der böse, giftige Kleber tut das Seinige dazu.
Ich kenne da nichts Besseres, ob es Fischleim tut, wie ein Bio-Freak vorgeschlagen hat, weiß ich nicht, aber auch seine Djembe (aus heimischem Hartholz) hat eine Kunststoffschnürung. Ich bin da pragmatisch.

Du kannst das Fell dann insgesamt mit dem feinen Papier schleifen und du wirst so eine schöne, glatte Oberfläche erhalten.
Vorsicht ist lediglich dort geboten, wo das Fell rundum an der Schlagkante anliegt, besonders dann, wenn es dünn ist.

Was den Ring betrifft:
Passt ja, je knapper, desto besser, ins Holz sollten sich allerdings die Knoten beim Spannen nicht pressen lassen müssen.
Je größer die Ringe, desto eher die Gefahr einer Schieflage.

Ansonsten gibt es nichts, was man nicht beheben könnte, es kostet nur etwas Zeit, um sich in die Materie zu vertiefen.
Ich habe mir einmal eingebildet, nach einem harten Arbeitstag um 19 Uhr eine Djembe überziehen zu müssen.
Die Ringe, das Fell, alles war vorbereitet.
Beim letzten Knoten, quasi im Zieleinlauf vor der Trocknungsphase, reißt die Schweißnaht oben im bunten Ring!
Alles abschnüren und abwickeln, neu schweißen, aufwickeln, aufschnüren, ich war um 22 Uhr schweißgebadet fertig.

Zum Spannen nach dem Trocknen:
Hast du dir da schon etwas überlegt?

Ich könnte dir bei Interesse genau beschreiben, wie du mit bloß einem Holzknüppel von ca. 50 cm Länge und 2,5 - 3 cm Dicke unter Ausnutzung des Hebelgesetzes und diverser Unterlagen, um dabei nicht das Holz der Djembe zu beschädigen, zu einer recht hohen Spannung der Vertikalschnüre kommen kannst.
Der springende Punkt dabei ist, du brauchst noch eine Gripzange oder einen Helfer, der die Spannung von Hand hält, bis du mit dem Spannholz zur nächsten Vertikalschnur gewechselt hast.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

zuletzt bearbeitet 06.07.2013 09:58 | nach oben springen

#14

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 06.07.2013 13:39
von Fiacha • 183 Beiträge | 1052 Punkte

Hallo Raphael!

Danke für den Tipp, das werde ich versuchen. Superkleber... hmm ist das Sekundenkleber? Ansonsten finde ich Superkleber von Loctite.

Eine Gripzange kann ich besorgen das ist kein Problem. (Firma die mich freundlicherweise regelmäßig mit ausgefallenerem Leihwerkzeug versorgt ist nur 4 Häuser weiter ;-)) Die wollten mir auch so einen Spannhebel basteln, nur leider sind die auf die nächsten 6-8 Wochen derart ausgebucht, dass dafür erst mal keine Zeit bleibt.
Zum kaufen sind mir die aber schon zu teuer.

Einen Power Grip allerdings würde ich mir heute bestellen, falls das hilfreich ist. Am liebsten einen für beidhändiges Spannen, aber ich bezweifle, dass ich da das Seil eingefädelt bekomme, die Seitengriffe sind ja schon recht lang - und meine Seile sind ja schon eingefädelt, also da ist kein Ende das ich locker seitlich durch den Griff führen könnte. Daher wirds wohl der einhändige PowerGrip werden.

Ich google auch mal, ob es noch irgendwo anders Spannhebel gibt für weniger als 50 Euronen. So oft beziehe ich einfach keine Trommeln als dass sich das lohnen würde.

Liebe Grüße!
Fiacha

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#15

RE: Jetzt ziehe ich der Djembe das Fell über die Ohre... den Rand! Alternative zu Spannhebel?

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 06.07.2013 14:44
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Fiacha!

Ich habe meinen Spannhebel aus Resten zusammengeschweißt, klassisch, nur mit Haken.
Wenn du jemanden kennst, der schweißt, ist das gegen ein paar Bier machbar.

Ansonsten kann man mit einem längeren, kräftigen Rundstab, der an beiden Enden abgerundet ist, das Fell schon kräftig spannen.
Man wird lernen, wie man zu hantieren hat, damit dieses Werkzeug effektiv eingesetzt werden kann.

Zunächst einmal:
Nicht glauben, man wäre nach der ersten Runde fertig! Wer von Beginn an mit höchstem Zug arbeiten will, so meine Erfahrung, wird die Djembe sicherlich spannen, doch das Fell ist ein Naturprodukt und uneinheitllich dick. Wo es am dünnsten ist, ist es am dehnbarsten, dort wird es dann zu tief runtergezogen, wie bei der dicksten Stelle zu wenig.
Außerdem soll man ja noch auf den untersten Ring achten. Ich empfehle, ihn, wenn er nicht fest sitzt, zu verkeilen und die Keile mit Klebeband zu umwickeln, damit sie während des Spannens nicht rausfallen.
Dann ist man die Sorge um den unteren Ring los.

Es geht darum, an den rechten Senkrechten die Spannung zu erzeugen und die erreichte Spannung nicht zu verlieren, wenn man zum nächsten Knoten vorrückt.
Wie bekommt man das Holz unter die jeweils rechte Längsschnur eines Knotens?
Man nudelt es unter die erste rechte Senkrechtschnur am Beginn der Schnürung und zieht mit beiden Händen an, aber nicht brutal.
Anfangs durch Ziehen des Holzes mit beiden Händen, dann durch Drehung des Holzes, um die Schnur besser zu führen, schließlich soll die gewonnene Schnur zum Teil um den Hebel gewickelt werden, und zwar ca. 10 cm vom Ende entfernt.
Wenn die Schnur nun die richtige Länge hat, kann man die untere Rundung des Hebels unter dem untersten Ring ansetzen (unbedingt Unterlage zwischen Djembe und Werkzeug legen, sonst gibt es Abdrücke auch in Hartholz!) und wenn man am oberen Ende zieht, kann man kräftig spannen und gut die Kraft dosieren.

Was macht man mit der immer länger werdenden Schnur? Ich ziehe sie immer wieder nach rechts weiter, auch wenn das mühsam ist. Dadurch bleibt aber jeweils rechts eine gewisse Vorspannung erhalten und das Fell wird nicht so leicht einseitig nachgeben.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

zuletzt bearbeitet 06.07.2013 14:48 | nach oben springen


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