#16

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 23.01.2012 18:04
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo!

Danke! Habe bereits die nächste Rosenholz-Djembe bestellt, es wäre dumm von mir, da nicht noch einmal zuzuschlagen.
In der Zwischenzeit überziehe ich den Conga-Korpus eines Freundes, er will unbedingt eine Schnurspannung haben. Kein Problem!
So habe ich immer was zu tun...

Grüße Raphael

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#17

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 24.01.2012 08:58
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

Conga mit Schnurspannung? -

Falls er die Hardware - Spannring + Schrauben + Halter - günstig abgeben will, hätte ich Interesse

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#18

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 24.01.2012 16:15
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Leute!

Bangaly: Gibt leider keine Hardware dazu. Gekauft ist sowas immens teuer.

Zur Rosenholzdjembe:

Damit nicht etwa der Eindruck entsteht, ich wäre der große Zampano, dem alles gelingt, muss ich vom heutigen Tag berichten.

Beide Spannringe bekamen ein grünes Band und die Schnürung (24 Knoten bei 30 cm Spielfläche), während ich das Fell einweichte.
Dieses war so knapp bemessen, dass ich ein Scheitern beim Aufspannen einkalkulieren musste.
Aber mich hatte der Ehrgeiz gepackt, das 1,5 mm starke Rinderfell aufzuziehen, das ich von einer ziemlich unrunden Touristentrommel
vom Flohmarkt, Marke Ostafrika, gewonnen habe.

http://imageshack.us/photo/my-images/560/fell001.jpg/

Liste der Missgeschicke:

1. Der bereits geschnürte große Ring bricht beim Zurechtbiegen. Meine Schweißkünste...! Problembehebung; Abschnüren von ein paar Knoten, Abwickeln des bunten Bandes, Neuschweißen. Das ging recht flott, da ich prinzipiell die Schweißnaht dort habe, wo auch die Schnürung und das Band beginnen. Vorsichtsmaßnahme eines gebrannten Kindes.

2. Für die beiden Ringe musste ich die schwarze Leine ohne inneren Kern --- auch Seele genannt --- nehmen, denn eine kernige 5 mm Leine trägt mehr auf, hat mehr Platz- und Fellbedarf. Beim Spannen rutschte mir leider das Fell dort, wo es am schmalsten war, bei vier oder fünf Knoten unten durch.

2. Alles abspannen, den Fellring um 7mm verkleinern, neu schweißen. Neu einwässern, Hilfsschnur ins Fell einziehen, Neustart.
Beim Schnüren mit der weiß-schwarzen 5 mm Polyesterleine verirrte ich mich dann beim kleinen unteren Ring in einer Schlaufe, ich sehe leider nicht mehr so gut und fädelte falsch ein. Das bemerkte ich zwar, aber ich musste weiterspannen, um das Fell in Position zu bringen.
Zu guter Letzt riss mir unten die schwarze Schnur.
Mit Mühe und Not vollendete ich dennoch die Grundspannung, das Fell ist, so gut es ging, an seinen Ort gebracht.
http://imageshack.us/photo/my-images/515...eschick001.jpg/
3. Nach zwei Tagen Trocknung schnüre ich alles ab und erneuere unten die Ringschlaufen. Eine Arbeit von zwei Stunden.
Dann werden die zwei kritischen Stellen im Fell, die im nächsten Bild von Klammern niedergehalten werden, hart sein und ich kann sie vorsichtig mit dem innenliegenden Ring verkleben, damit beim Spannen alles gutgeht.
Das Holz ist in einem Tag extrem nachgedunkelt.

http://imageshack.us/photo/my-images/201...eschick002.jpg/

MIt freundlichen Grüßen
Raphael

zuletzt bearbeitet 24.01.2012 16:16 | nach oben springen

#19

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 25.01.2012 08:27
von Bangaly • 97 Beiträge | 581 Punkte

Moin Raphael,
Ich hatte ja vor kurzem ein ähnliches Problem mit dem zu knappen Fell und habe deswegen einfach einen nassen Lappen oben auf die Spielfläche gelegt, so dass das Fell in der Mitte nur sehr langsam trocknet, am Rand normal. Das hat meines Erachtens den Vorteil, dass die großen Kräfte, die das Fell durch die Ringe ziehen können erst dann auftreten, wenn das Fell an den Spannringen schon trocken ist und nicht mehr so ohne weiteres rutscht. Ich kam mit dieser Methode ganz gut zurande - wobei ich ja schon an anderer Stelle berichtet habe, dass das Endergebnis trotzdem recht schief war.
Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg
Bangaly

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#20

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 25.01.2012 13:35
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Bangaly!

Ich habe die Probleme in den Griff bekommen, indem ich die Djembe neu geschnürt habe, und zwar mit Dyneema.
Richtig Spannung liegt noch nicht drauf, habe bloß mit den Händen gezogen.
Photo kommt morgen oder übermorgen.

Grüße Raphael

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#21

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 26.01.2012 10:25
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Leute!

Ich habe von der weißen Schnur mit schwarzen Sprenkeln umgesattelt zu einer anderen 5 mm Leine, und zwar aus Dyneema.
Kostet 1 Euro 80 der Meter, ist aber bei mir in der Nähe ohne Bestellerei verfügbar und, was mein Hauptbeweggrund für die Entscheidung war, sie passt farblich zum Grün der Spannringe. Rot und Grün sind ja bekanntlich Komplementärfarben.
Leider gelingt es mir mit meiner alten kleinen Kamera nicht, die Schnürung farbgetreu einzufangen, in realiter hat sie eine schöne tiefrote Färbung und die Sprenkel sind hellgrün, sie korrespondieren gut mit dem Grün der beiden Spannringe.
Auf dem Photo erscheint die Leine aber rosa und ausgewaschen grau, sei´s drum!
http://imageshack.us/photo/my-images/267...gendert004.jpg/

Das Fell habe ich an der kritischen Stelle zwischen vier Knoten mittels 2K Kleber mit dem -- an einer Stelle leider schon sichtbaren -- Ring
verbunden, das Positive ist, dass alle Knoten auf dem Fell aufliegen. Das Glänzende ist der Kleber, ich werde die Stellen leicht mit 320er Papier überschleifen, dann ist die Sache matt und fällt nicht auf.
http://imageshack.us/photo/my-images/513...gendert005.jpg/

Ich habe die Djembe sehr hoch gespannt, zunächst mit dem Spannhebel, darauf zwei horizontale Mali-Reihen Knüpfung, so sieht meiner Meinung nach jede Djembe am besten aus.

Der Klang gefällt mir sehr gut, denn es sind viele Varianten zwischen den drei Grundtönen Bass, Open und Slap möglich, der Tone gefällt mir besonders gut, man kann leicht varieren zwischen mehr singend oder trocken und auch der Slap kann durchaus schnalzen. Die Trommel hat Obertöne, aber nicht zu viele.
Sie ähnelt im Bassbereich meiner Guinea- Palisander-Djembe, eher trocken mit kürzerem Nachhall, aber jeder Bass verliert an Sustain, wenn man ihn hoch spannt.
Rosenholz (Pterocarpus) ist eine dem Palisander (Dalbergia) ohnehin nahe verwandte Holzart.
Schwer und dicht sind beide, manchmal sollen die Arten nur durch Tropenholzfachleute nach mikroskopischer Untersuchung unterscheidbar sein, so sehr können sie sich im Aussehen ähneln.
Bei meiner Rosenholzdjembe ist es erstaunlich, wie sehr sie nach dem Schleifen und dem Ölen nachgedunkelt ist.
Ich nehme an, dass es sich um Padouk handelt, und zwar um die dunkelrote Rosenholzart, Pterocarpus soyauxii,
aber zu 100 % sicher bin ich nicht, auf jeden Fall ist es ein edles Holz.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

zuletzt bearbeitet 26.01.2012 10:30 | nach oben springen

#22

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 27.01.2012 17:48
von tafari (gelöscht)
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Sehr gute Arbeit Raphael. Gefällt mir echt gut was du daraus gemacht hast auch die Schnitzerei echt super!!!

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#23

RE: "Rosewood"-Djembe

in Djembe bauen, reparieren und pflegen 27.01.2012 19:25
von raphael • 629 Beiträge | 6362 Punkte

Hallo Tafari!

Danke! Ich muss für mein Wohlbefinden ständig basteln.

Grüße Raphael

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